Tobias in Tralee

Name: Tobias
Ausbildung: Elektroniker für Energie und Gebäudetechnik
Praktikumsort: Tralee/ Irland

Als ich zu meinem vierwöchigen Auslandpraktikum nach Traleé in Irland aufgebrochen bin, war ich darauf gefasst ein Kabelchaos vorzufinden und überall ein bisschen Chaos involviert zu haben. Es gab aber keines, alles hatte ein System, mit was ich nicht gerechnet hatte.

In der 1-wöchigen Sprachschule hatten sich die Lehrer auf uns eingestellt und empfingen uns mit irischer Leichtigkeit und Freundlichkeit. Wir vier (Schreinerin, Konditorin, Friseur und Elektriker) lernten alle möglichen Werkzeuge auf Englisch kennen, egal zu welchem Berufsfeld sie gehörten. Auch wenn die Iren sie auf der Baustelle anders benannten, war ich froh, schonmal einen Einblick zu bekommen und ungefähr zu wissen was gemeint sein würde. Nach der Schule und am Wochenende ging es zu Erkundungstouren in der Umgebung.

Meine dortige Firma Freeman Electrical Service, ist viel in der Industrie tätig und so erhielt ich viele Einblicke in die Arbeitsweisen und Vorgehensweisen im dortigen Handwerk. Sprachlich war alles kein Problem und so wurde man schon von Beginn an in die Arbeiten mit einbezogen.
Standardmäßige Arbeiten wie Steckdosen montieren, Lampen aufhängen oder auflegen von Datendosen wurden mir von Anfang an anvertraut. Zudem bekam man eine Aufgabe mit jemandem zusammen, welcher schon länger in der Firma war, der einem vieles zeigte und mit dem man zusammen diese Aufgabe meisterte. Auf Baustellen mit anderen Gewerken wurden mir selbst Dinge erklärt, die nichts mit meiner Ausbildung direkt zu tun hatten, aber für das Lösen der Aufgabe unerlässlich waren. So konnte ich jeden Abend zufrieden und entspannt in meine Gastfamilie zurückkehren.

 

Gerade die Gastfamilien haben dieses Erlebnis zu etwas besonderem gemacht. Ich war mittendrin im dortigen Leben und hatte trotzdem das Gefühl zuhause zu sein.
Selbst als Praktikant wurde man dort ernst genommen, wenn man Vorschläge hatte oder etwas nicht verstand. Dadurch entwickelte ich auch mehr Selbstbewusstsein. War es mir am Anfang unangenehm nachzufragen, wenn ich etwas nicht verstanden hatte, war es am Ende ganz normal.

 

Ich kann das Auslandspraktikum nur jedem wärmstens empfehlen. Ich hoffe nach meiner Ausbildung noch die Möglichkeit zu haben andere Länder zu bereisen und mit vielen anderen Menschen zu arbeiten. Es ist sicherlich auch sprachlich eine Herausforderung, aber es bringt einen dazu aus seiner täglichen Routine auszubrechen, sich zu entwickeln und sogar Verantwortung übernehmen zu wollen.
Ich hatte die Freemans dort und Noz hier, die dies möglich machen!