Tobias in Sevilla

Tobias (Elektroniker für Geräte und Systeme) in Sevilla

Nach unserer Ankunft am Flughafen in Sevilla wurden wir empfangen und zu unserer Gemeinschaftsunterkunft gebracht. Insgesamt bestand unsere Gruppe aus sechs Personen, die auf zwei Wohnungen (jeweils drei Personen) aufgeteilt wurde. Unsere Unterkunft lag zentral in Sevilla, was uns ermöglichte, die Stadt gut zu erkunden. Zu Beginn unseres Aufenthalts herrschte eine Regenperiode mit fast zwei Wochen durchgängigem Regen. Danach aber besserte sich das Wetter, und wir hatten sonnige Tage bis zu 25°C.
Meine Arbeitsstelle war bei der Firma Bética Electrónica (bedeco.eu), einem Unternehmen, das sich auf den Vertrieb elektronischer Komponenten, und insbesondere im Bereich Antennentechnik, spezialisiert hat. Ich arbeitete im Außendienst gemeinsam mit meinem Tutor Roberto Romero, der überraschenderweise Deutsch sprach, da er zuvor eine Zeit lang in Deutschland gelebt, und es mehrfach besucht hatte. Dadurch wurde die Sprachbarriere für mich deutlich reduziert, wodurch ich es leichter hatte mich einzuarbeiten. Unsere Arbeit begannen wir täglich um 9:30 Uhr und arbeiteten dann bis ungefähr 15:00 Uhr. Gemeinsam fuhren wir zu verschiedenen Kundeneinsätzen. Diese waren teilweise außerhalb von Sevilla – beispielsweise in Utrera oder Dos Hermanas. Zu meinen Aufgaben gehörte die Installation und Konfiguration von Satellitenschüsseln und Antennen, die Signalprüfung und Leistungsoptimierung der Antennen, sowie die Inspektion und Wartung von elektronischen Komponenten. Außerdem besuchte ich in der zweiten und dritten Woche täglich einen 2,5-stündigen Spanischkurs, der mir nicht nur half, meine Sprachkenntnisse zu verbessern, sondern auch ein besseres Verständnis für die spanische Kultur und den Alltag vor Ort vermittelte.
Unsere Freizeit nutzten wir unter anderem um die Stadt zu erkunden. Wir besuchten zum Beispiel das berühmte Plaza de España, das auch als Drehort für eine „Star Wars“-Szene bekannt ist. Weitere Highlights waren die beeindruckende Kathedrale von Sevilla sowie – während eines Zwischenstopps in Barcelona – die berühmte Sagrada Família. Unter der Woche verbrachten wir öfter Zeit im öffentlichen Stadion und schauten bei lokalen Fußballtrainings zu oder genossen kulinarischen Spezialitäten der Stadt. An einem Wochenende mietete ich mit meinem Mitbewohner Max Fischer ein Auto und wir fuhren spontan nach Cádiz, eine Stadt am Atlantik, die bei den Spaniern als besonders schön gilt. Dort verbrachten wir den Tag am Strand und besuchten die historische Festung Castillo de San Sebastián, die auf einer kleinen Insel liegt und über einen langen Steg zu erreichen ist.

 

Insgesamt war das Auslandspraktikum in Sevilla eine sehr bereichernde Erfahrung – fachlich, sprachlich und kulturell. Ich konnte mein Wissen im technischen Bereich erweitern, neue Arbeitsweisen kennenlernen und viele interessante Menschen treffen. Besonders hervorzuheben ist die positive Atmosphäre in der Firma und die Gastfreundschaft der Spanier.