Azur blauer Himmel, bunte Häuser und rote Erde!
Name: Sophia
Ausbildung: Augenoptikerin
Praktikumsort: Sevilla/ Spanien
Während meines Pratikums wurde ich zusammen mit zwei meiner Reisebegleiterinnen bei einer echten spanischen Señora – temperamentvoll, laut und sehr herzlich- untergebracht. Von ihr wurden wir täglich bekocht, bekamen alle Insider-Tipps und natürlich wurde viel getratscht, auf schnellem, lauten Spanisch. Für mich persönlich war die Sprache am Anfang eine besonders große Herausforderung, konnte ich doch kein Wort Spanisch vor Beginn dieser Reise. Das sollte sich aber schnell ändern.
Aber natürlich haben wir auch die Stadt erkundet und uns die Sehenswürdigkeiten angeschaut. In der Stadt findet man Spuren zahlreicher Kulturen, die über die Jahrhunderte hier lebten. Besonders beeindruckt haben mich die alten Bauten der Mauren, hier am eindrucksvollsten und sicherlich auch am berühmtesten ist die Real Alcázar. Der Königspalast scheint wie aus 1000 und eine Nacht und verzaubert mit seiner riesigen Gartenanlage. Die erste Woche nutze ich also um mich zu orientieren, die Stadt kennenzulernen und mich dem Lebensrhythmus der Spanier anzupassen.
Trotz alledem konnte ich auch im spanischen Betrieb meine praktischen Fähigkeiten weiter üben, den Umgang mit technisch modernsten Geräten lernen und Spannendes über die neuesten Glasentwicklungen lernen. Ein großer Schatz, von dem ich auch noch in Zukunft profitieren kann.
Abgesehen von den manchmal improvisierten Reparatureinlagen, ähnelt das Arbeiten bei einem spanischen Optiker sehr dem in Deutschland. Aber etwas anders sind die Arbeitszeiten. An vier Stunden Mittagspause und arbeiten bis in den späten Abend, muss man sich doch erst einmal gewöhnen. Aber ich fühlte mich sehr schnell zu dieser Stadt und ihrem Rhythmus zugehörig. Das lag zum einen an meiner sehr sympathischen Chefin, aber auch an den netten und neugierigen Kunden. Hatte sich doch im Viertel schnell herumgesprochen, dass es bei Óptica Felipe II eine deutsche Praktikantin gibt. Und so lernte ich in kurze Zeit Menschen aus Spanien, Italien, Belgien, Deutschland und vielen anderen Regionen kennen, die alle begeistert von dieser Stadt waren und alles aus meiner Heimat erfahren wollten. Das war sehr schön und mein Spanisch wurde immer besser.
Aber natürlich nutzten meine Mitreisenden und ich auch die Zeit an den Wochenenden, um Andalusien kennenzulernen. Wir besuchten Cordoba mit ihrer eindrucksvollen Mesquita und machten einen Ausflug an den Atlantik nach Cádiz.
Und ich werde immer als erstes an die Farben, das Licht und den Duft von Orangen denken, beim Schwelgen in den Erinnerungen an mein Praktikum. Und natürlich an Tapas 🙂

