Julian in Carlow
Mein Name ist Julian, ich bin 22 Jahre alt und im zweiten Lehrjahr zum Bauzeichner (Architektur). Ich arbeite bei der Stadt Kehl und besuche nebenbei die Gewerbliche Schule in Offenburg. Von meinem Klassenlehrer habe ich von Go.for.europe erfahren und dachte mir: „Ein Praktikum im Ausland? Warum nicht?“ Also habe ich mich beworben – und am 8. Juni ging es los.
Zusammen mit vier weiteren Azubis, darunter ein Elektroniker, ein Mediendesigner und zwei Mechatroniker, flog ich nach Irland. Wir kannten uns vorher nur vom Seminar, aber die Aufregung war groß. Untergebracht wurden wir in Gastfamilien, was anfangs spannend und ungewohnt war.
Nach unserer Ankunft in Dublin wurden wir abgeholt und nach Carlow gebracht, wo wir uns bei unseren Gastfamilien vorstellten und einrichteten. Am nächsten Tag begann unser Englischkurs mit unserem Ansprechpartner Danny. Die erste Woche war voll mit Unterricht, Stadtbesichtigungen und der Vorstellung bei unseren Betrieben. Eine niederländische Praktikantin hat uns Carlow gezeigt, was super war, weil wir so die Stadt viel besser kennenlernen konnten. Gleichzeitig hatten wir Englischunterricht zusammen mit einer Gruppe chinesischer Lehrkräfte, mit denen wir uns sehr gut unterhalten haben. Sie waren unglaublich neugierig, was wir hier machen und wie unser Alltag aussieht, was den Unterricht sehr lebendig gemacht hat.
Am Wochenende nutzten wir die Gelegenheit und besuchten Dublin und Kilkenny, das Reisen machte richtig Spaß und wir konnten viele Eindrücke sammeln.
Ab der zweiten Woche startete dann die Arbeit. Ich war bei Planning & Design Services von James Kealy, einem Architekten in Carlow. Dort wurde ich vom ersten Tag an in Projekte eingebunden, durfte Pläne zeichnen, vermessen und sogar einen Neubau mitplanen. James und seine Frau haben mich sehr unterstützt und eingebunden, was mich wirklich gefreut hat. Die drei Wochen im Betrieb vergingen viel zu schnell, ich hätte gern noch länger bleiben können. Am zweiten Wochenende besuchten wir Waterford und Tramore, wo das Wetter so gut war, dass wir sogar im Meer baden konnten. Am letzten Wochenende machten wir einen „Roadtrip“ nach Galway und besuchten die Cliffs of Moher bei Sonnenuntergang, eine atemberaubende Aussicht und unvergessliche Erfahrung.
Was ich an Irland und der Zeit hier besonders vermissen werde, sind definitiv meine neuen Freunde und die gemeinsamen Erlebnisse mit ihnen. Auch die besondere Atmosphäre in den Pubs, vor allem in unserem Stamm-Pub, der Tully’s Bar, hat mich total beeindruckt. Die entspannte Stimmung, die live Musik und das Gefühl, da einfach dazugehören zu können, das nimmt man so schnell nicht mit zurück nach Deutschland.
Dieses Auslandspraktikum hat mich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weitergebracht. Ich habe neue Freunde gefunden, viele schöne Erinnerungen gesammelt und bin froh, diese Chance genutzt zu haben.