Flora in Carlow

Name: Flora

Ausbildung: Elektronikerin für Energie und Gebäudetechnik

Praktikumsort: Carlow, Irland

Los ging es für mich in München am Flughafen, wo ich am Gate zwei meiner Mitreisenden getroffen habe. Um 15.30 Uhr startete unser Flug und brachte uns nach Dublin zu unserem großen Abenteuer.

In Carlow wurden wir dann von unserer Gastfamilie abgeholt. Nach der Ankunft in unserem neuen Zuhause gab es Abendessen und ich konnte mich in meinem neuen Zimmer einrichten. Am Abend habe ich noch eine kleine Stadtrundfahrt gemacht und sie haben mir gezeigt, wo ich in der ersten Woche zur Schule gehen werde.

Am Montagmorgen hatten wir unseren ersten Schultag am IT Carlow. Wir kamen in eine Klasse mit internationalen Schülern mit denen wir uns gut verstanden haben. Unser Lehrer Glenn hat uns viel über die irische Kultur beigebracht. Langsam wurde es normaler, Englisch zu sprechen. Unsere Nachmittage nach der Schule haben wir oft in der Stadt und in Tully´s Bar, einem Pub, verbracht.

Auch das erste Wochenende war voll mit neuen Erfahrungen und Eindrücken. So waren wir gemeinsam in Dublin, haben uns ein Hurling Match angesehen und besuchten die wunderschöne Stadt Kilkenny.

Dann ging es los. Am Montagmorgen um 5.50 Uhr holten mich meine neuen Kollegen mit dem Van ab und wir machten uns auf den Weg nach Dublin. Nach einer Stunde Fahrt kamen wir auf meiner neuen Baustelle für die nächsten drei Wochen an. Mein Chef Brian zeigte mir alles und ich wurde auch von den anderen Handwerkern begrüßt. Dann wurden mir die ersten Aufgaben zugeteilt. Schnell habe ich gemerkt, dass viele Aufgaben als Elektriker in Irland zwar gleich sind, die Umsetzung meist aber viel simpler gemacht wird. So habe ich in den ganzen drei Wochen nur drei Werkzeuge benötigt: Einen Seitenschneider, eine Kombizange und einen Schraubenzieher. Schon am zweiten Tag hat mein Chef mir Aufgaben gegeben und ich durfte selbstständig Schalter, Steckdosen und Datendosen montieren.

So gingen die Wochen vorbei, an meiner Arbeit änderte sich nicht mehr viel. Zwei Mal waren wir in einem Einfamilienhaus und haben dort Kabel verleget, den Rest der Zeit habe ich selbstständig gearbeitet.

An unseren Wochenenden haben wir weiterhin Ausflüge gemacht: Wir waren mit einem neuen Freund in Howth, den Wicklow Mountains, ein zweites Mal in Dublin und ich habe am Ostersamstag meine Gastfamilie in den Osternachtsgottesdienst begleitet.

Abschließend kann ich sagen, dass es eine tolle Erfahrung war, ich werde die Zeit und die Leute in Irland sehr vermissen.
Auch meine Gastfamilie ist mir ans Herz gewachsen in der Zeit. Natürlich gibt es auch immer mal Momente, in denen es einem nicht so gut geht, aber es hat mich persönlich und auch sprachlich so viel weitergebracht.

Ich kann jedem nur empfehlen, diese tolle Erfahrung zu machen.