7. October 2025
31
Namen: Damian (Ausbildung zum Industriemechaniker) und Arjun (Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration)
Im Sommer 2025 hatten wir – Damian (18) und Arjun (23) – die Möglichkeit, über das Programm Go.for.europe ein vierwöchiges Auslandspraktikum in Lettland zu absolvieren. Für uns beide war es eine einmalige Gelegenheit, den Alltag in einem anderen Land kennenzulernen, neue berufliche Erfahrungen zu sammeln und persönlich über uns hinauszuwachsen
Vorbereitung und Organisation: Auf das Programm aufmerksam geworden sind wir auf unterschiedlichen Wegen: Damian hörte in seiner Firma von Go.for.europe durch eine Präsentation, während Arjun von einem seiner Ausbilder angesprochen wurde, der ihm Flyer und Infomaterial aushändigte. Nach der Bewerbung und Zusage folgten Vorbereitungstreffen, bei denen wir nicht nur kulturelle Besonderheiten Lettlands kennenlernen, sondern online auch die Ansprechpartnerinnen der Partnerorganisation in Riga treffen konnten. Zudem wurden alle organisatorischen Fragen wie Anreise, Unterkunft und die Betriebe im Vorfeld ausführlich besprochen.
Wir waren beide beeindruckt, wie gut die gesamte Organisation funktionierte: Vom gebuchten Flughafentransfer bis hin zur klaren Struktur der Programminhalte fühlten wir uns bestens betreut. Lediglich kleine Kosten wie Verpflegung oder Freizeitaktivitäten mussten wir selbst tragen, die Teilnahme selbst wurde gefördert. Dadurch konnten wir uns voll und ganz auf das konzentrieren, was wirklich zählte: unsere neuen Erfahrungen.
Wir waren beide beeindruckt, wie gut die gesamte Organisation funktionierte: Vom gebuchten Flughafentransfer bis hin zur klaren Struktur der Programminhalte fühlten wir uns bestens betreut. Lediglich kleine Kosten wie Verpflegung oder Freizeitaktivitäten mussten wir selbst tragen, die Teilnahme selbst wurde gefördert. Dadurch konnten wir uns voll und ganz auf das konzentrieren, was wirklich zählte: unsere neuen Erfahrungen.
Unsere Praktikumsstellen hätten unterschiedlicher kaum sein können und genau das machte es spannend:
Damian arbeitete bei einem Unternehmen, das sich auf die Holzverarbeitung spezialisiert hat. Dort durchlief er verschiedene Abteilungen, half beim Zuschneiden, bediente CNC-Maschinen, stellte Fingerzinkenverbindungen her und war in der Qualitätskontrolle tätig. Besonders beeindruckend fand er die Dimensionen: Balken von bis zu 32 Metern Länge und die Tatsache, dass selbst Restholz noch sinnvoll weiterverarbeitet wird. Dabei wurde er von seinem Ansprechpartner Reivis durch die Abteilungen geführt und intensiv unterstützt.
Arjun absolvierte sein Praktikum in der IT-Abteilung eines lettischen Unternehmens. Seine Aufgaben reichten von der Konfiguration eines VPNs für einen neuen Standort über das Verlegen von Netzwerkkabeln bis hin zum Anfertigen von Schildern mit einem Lasergravierer, eine Aufgabe, die zwar fachfremd, aber dennoch lehrreich und spannend war. Besonders das Einrichten des VPNs war für ihn ein Highlight, da er dies in dieser Form noch nie gemacht hatte. Auch er wurde von seinem Team sehr herzlich aufgenommen und fühlte sich schnell integriert. So unterschiedlich die Tätigkeiten auch waren, uns beiden wurde klar: Genauigkeit, Eigeninitiative und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, sind überall gefragt.
Damian arbeitete bei einem Unternehmen, das sich auf die Holzverarbeitung spezialisiert hat. Dort durchlief er verschiedene Abteilungen, half beim Zuschneiden, bediente CNC-Maschinen, stellte Fingerzinkenverbindungen her und war in der Qualitätskontrolle tätig. Besonders beeindruckend fand er die Dimensionen: Balken von bis zu 32 Metern Länge und die Tatsache, dass selbst Restholz noch sinnvoll weiterverarbeitet wird. Dabei wurde er von seinem Ansprechpartner Reivis durch die Abteilungen geführt und intensiv unterstützt.
Arjun absolvierte sein Praktikum in der IT-Abteilung eines lettischen Unternehmens. Seine Aufgaben reichten von der Konfiguration eines VPNs für einen neuen Standort über das Verlegen von Netzwerkkabeln bis hin zum Anfertigen von Schildern mit einem Lasergravierer, eine Aufgabe, die zwar fachfremd, aber dennoch lehrreich und spannend war. Besonders das Einrichten des VPNs war für ihn ein Highlight, da er dies in dieser Form noch nie gemacht hatte. Auch er wurde von seinem Team sehr herzlich aufgenommen und fühlte sich schnell integriert. So unterschiedlich die Tätigkeiten auch waren, uns beiden wurde klar: Genauigkeit, Eigeninitiative und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren, sind überall gefragt.
Unterkunft und Alltag: Untergebracht waren wir in einem modernen Hostel in Riga. Jeder hatte ein eigenes Zimmer mit Bad, für uns ein großer Vorteil, da wir sowohl Rückzugsmöglichkeiten als auch die Möglichkeit hatten, in den Gemeinschaftsküchen Zeit mit anderen Teilnehmern zu verbringen. Diese Mischung aus Privatsphäre und Gemeinschaft fanden wir sehr angenehm.
Damian empfand es als wohltuend, nach einem intensiven Arbeitstag Ruhe im eigenen Zimmer zu haben, während Arjun die gute Ausstattung der Küchen schätzte, in denen die Gruppe oft gemeinsam kochte. Einziger kleiner Nachteil: Die Räume waren manchmal etwas hellhörig, was aber die insgesamt positive Erfahrung nicht schmälerte.
Damian empfand es als wohltuend, nach einem intensiven Arbeitstag Ruhe im eigenen Zimmer zu haben, während Arjun die gute Ausstattung der Küchen schätzte, in denen die Gruppe oft gemeinsam kochte. Einziger kleiner Nachteil: Die Räume waren manchmal etwas hellhörig, was aber die insgesamt positive Erfahrung nicht schmälerte.
Freizeit und Kultur: Auch abseits der Arbeit gab es viel zu erleben. Gemeinsam mit anderen Teilnehmenden erkundeten wir Riga und die Umgebung.
Wir besuchten die Altstadt, das lettische Parlament (Saeima), verschiedene Museen, ein Erlebnisbad und ließen den Abend in Bars oder beim gemeinsamen Kochen ausklingen.
Ein Highlight für Damian war der Sprachkurs, der nicht nur erste lettische Phrasen vermittelte, sondern auch mit einer Stadttour verbunden war. Jeder Teilnehmer bereitete kleine Themen zur lettischen Kultur vor, eine Mischung aus Lernen und Spaß. Arjun wiederum gefiel besonders eine Firmenfeier, zu der er eingeladen wurde. Dort lernte er seine Kollegen von einer persönlichen Seite kennen und bekam Einblicke in die lettische Lebensweise.
Beide fanden wir es faszinierend, wie selbst kleine Gesten, zum Beispiel ein „Paldies“ (Danke) auf Lettisch, sofort für ein Lächeln bei Einheimischen sorgen konnten.
Wir besuchten die Altstadt, das lettische Parlament (Saeima), verschiedene Museen, ein Erlebnisbad und ließen den Abend in Bars oder beim gemeinsamen Kochen ausklingen.Ein Highlight für Damian war der Sprachkurs, der nicht nur erste lettische Phrasen vermittelte, sondern auch mit einer Stadttour verbunden war. Jeder Teilnehmer bereitete kleine Themen zur lettischen Kultur vor, eine Mischung aus Lernen und Spaß. Arjun wiederum gefiel besonders eine Firmenfeier, zu der er eingeladen wurde. Dort lernte er seine Kollegen von einer persönlichen Seite kennen und bekam Einblicke in die lettische Lebensweise.
Beide fanden wir es faszinierend, wie selbst kleine Gesten, zum Beispiel ein „Paldies“ (Danke) auf Lettisch, sofort für ein Lächeln bei Einheimischen sorgen konnten.
Herausforderungen: Natürlich war nicht alles problemlos. Damian stand vor der Aufgabe, sich an neue Maschinen und ungewohnte Arbeitsweisen zu gewöhnen und musste lernen, auch sprachlich ohne viele Worte klarzukommen. Arjun hatte einen deutlich längeren Arbeitsweg von etwa 70 Kilometern pro Strecke, und gelegentlich fiel der Bus aus. Solche Situationen erforderten Geduld und Flexibilität. Im Nachhinein waren es aber genau diese Herausforderungen, die uns beide stärker gemacht haben. Wir haben gelernt, eigenständiger zu handeln, kreative Lösungen zu finden und uns besser an neue Umgebungen anzupassen.
Persönliche Entwicklung und Fazit: Rückblickend war das Auslandspraktikum für uns beide eine unglaublich wertvolle Erfahrung:
• Damian konnte sein Wissen um völlig neue technische Abläufe erweitern und hat gelernt, wie vielseitig Holz verarbeitet wird. Außerdem wurde er selbstbewusster im Umgang mit neuen Aufgaben.
• Arjun vertiefte seine Kenntnisse in der Netzwerktechnik, verbesserte spürbar seine Englischkenntnisse und gewann durch den interkulturellen Austausch viel Selbstsicherheit.
• Damian konnte sein Wissen um völlig neue technische Abläufe erweitern und hat gelernt, wie vielseitig Holz verarbeitet wird. Außerdem wurde er selbstbewusster im Umgang mit neuen Aufgaben.
• Arjun vertiefte seine Kenntnisse in der Netzwerktechnik, verbesserte spürbar seine Englischkenntnisse und gewann durch den interkulturellen Austausch viel Selbstsicherheit.
Für uns steht fest: Ein Auslandspraktikum ist mehr als nur eine Station in der Ausbildung – es ist ein Schritt in Richtung Selbstständigkeit, Offenheit und persönlicher Weiterentwicklung. Wir würden diese Erfahrung jederzeit wiederholen und können allen Auszubildenden nur empfehlen, die Chance zu ergreifen, wenn sie sich bietet.

