Janik und Hannes, Mechatroniker
Ein Auslandspraktikum in Wien? Davon haben wir über unsere Ausbilder und die Schule erfahren. Alle nötigen Infos haben wir uns dann einfach von der Website geholt, und nachdem unsere Ausbilder ihr Einverständnis gegeben hatten, konnten wir uns für unsere Wunschziele bewerben. Dabei waren auch die zwei Vorabtreffen sehr hilfreich, um alle offenen Fragen klären zu können. So kam es, dass wir, zwei Mechatronik-Azubis im zweiten Lehrjahr, ein vierwöchiges Auslandspraktikum bei den Wiener Linien absolvierten, vermittelt über „Go.for.europe“. Diese Zeit hat uns beruflich wie persönlich enorm weitergebracht.
Anfangs trennten sich unsere Wege: Ich (Hannes) landete direkt im U-Bahn-Untergrund und arbeitete im Team für Aufzüge und Rolltreppen. Hier konnte ich die Technik nicht nur anfassen, sondern auch die große Verantwortung dahinter spüren. Später wechselte ich zum Betriebsbahnhof Floridsdorf, wo ich bei der Wartung und Reparatur der Straßenbahnen mitarbeitete.
Janik war die gesamte Zeit in der Hauptwerkstätte. Zuerst in der Lehrwerkstatt, wo er sein Können im Fräsen einsetzte und erste Versuche im Schweißen und Plasmaschneiden machte. Die Meister und Kollegen nahmen sich immer Zeit, ihm neue Dinge beizubringen. Und selbst wenn er mal nicht selbst Hand anlegen konnte, erklärten sie ihm alles ganz genau. So sammelte er viel Wissen über das Wiener Schienennetz und die einzelnen Funktionen der Fahrzeuge. Sein neu erlerntes Wissen konnte er danach direkt in der Instandhaltung für Drehgestelle anwenden.
Besonders beeindruckt hat uns die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Wir fühlten uns jederzeit gut integriert und die Kollegen waren stets freundlich und hilfsbereit. Sie teilten ihr Wissen gerne mit uns.
Das Praktikum hat uns gezeigt, wie vielfältig und spannend die Arbeit in der Mechatronik sein kann. Von Feinstmechanik über die grundlegende Metallbearbeitung bis hin zu komplexen elektrischen Systemen – diese Erfahrungen haben uns bestärkt, unseren beruflichen Weg weiterzuverfolgen.
Auch die Freizeit kam natürlich nicht zu kurz. Wir haben die Stadt erkundet, an der Donau gebadet, in den Parks in der Nähe unserer Unterkunft entspannt, das Schloss Schönbrunn besucht, uns im Wiener Prater bei Freizeitparkaktivitäten vergnügt, ausgiebige Einkaufsausflüge in der Innenstadt gemacht und dabei auch die klassischen Wiener Spezialitäten wie Wiener Schnitzel genossen. Zusätzlich haben wir an einer besonders beeindruckenden Stadtführung zum Thema Obdachlosigkeit teilgenommen, die uns eine ganz andere Seite Wiens gezeigt hat.
Die Verbindung aus spannende Arbeit, tollen Erlebnissen und super Kollegen hat dieses Praktikum für uns zu einer unvergesslichen Erfahrung gemacht.