Victor und Felix in Lettland

Victor und Felix (Ausbildung Elektroniker Geräte und Systeme und Elektroniker für Betriebstechnik):

Hallo, wir sind Victor und Felix, beide Auszubildende im Bereich Elektrotechnik. Wir hatten das Glück, über das Programm Go.for.europe ein Auslandspraktikum in Riga/Lettland, zu absolvieren. Victor (22) macht die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme, während Felix (21) Elektroniker für Betriebstechnik im 2. Lehrjahr ist. Wir sind beide offene Menschen, die immer für neue Abenteuer und Eindrücke zu haben sind, sei es beruflich oder kulturell. Für uns war es eine einmalige Gelegenheit, nicht nur beruflich, sondern auch persönlich über uns hinauszuwachsen und die Kultur eines neuen Landes kennenzulernen. Gleichzeitig aber auch unsere Englischkenntnisse vor allem im fachlichen aber auch im persönlichen Bereich zu verstärken.

 

Der erste Kontakt mit dem Programm entstand für Victor durch einen Flyer, während Felix von seinem Ausbilder davon erfuhr. Nach unserer erfolgreichen Bewerbung ging es direkt mit den Präsenztreffen in Freiburg weiter, bei denen wir uns kennenlernten und einen tieferen Einblick in das Programm und die lettische Kultur bekamen. Alle organisatorischen Fragen wurden im Vorfeld geklärt. Unsere Anreise startete bereits am Samstagnachmittag, da unser Flug am frühen Sonntagmorgen von Frankfurt aus ging. Am Sonntag wurden wir in Riga von einem Taxi abgeholt und in unsere Unterkunft gebracht.

 

Wir waren an unterschiedlichen Praktikumsplätzen. Victor war bei der Firma Eco Baltia Vide, wo er Teil eines Pilotprojekts namens “Lab!” war. In einer kleinen Werkstatt reparierte er defekte, aber noch brauchbare Elektrogeräte, von Toastern über Bohrmaschinen bis hin zu LED-Straßenbeleuchtung. Das war der perfekte Praktikumsplatz für ihn als Elektroniker.

Felix absolvierte sein Praktikum im Kempinski Hotel in Riga. Dort unterstützte er das Haustechnik-Team. Sein Alltag umfasste die Wartung von Beleuchtungssystemen, die Fehlersuche bei Störungen in der elektrischen Anlage und die Installation neuer Komponenten in den Technikräumen. Er arbeitete eng mit zwei IT-Praktikanten zusammen, wobei die Aufgaben klar aufgeteilt waren: IT und Elektrotechnik.

 

Für Victor waren die Events „Masterclass“ und „Repair Cafe“ besonders eindrücklich. Bei diesen Veranstaltungen half er Kunden, ihre eigenen defekten Geräte zu reparieren. Er wurde eingeladen, mitzumachen, was ihm viel Freude bereitete und es ihm ermöglichte, wertvolle Erfahrungen im Austausch mit den Menschen zu sammeln.

Für Felix war es die einzigartige Erfahrung, in einem so großen und angesehenen Hotel zu arbeiten. Die Vielfalt der Aufgaben und die Zusammenarbeit mit dem Haustechnik-Team, das für die gesamte technische Infrastruktur des Hotels verantwortlich war, bot ihm einen guten Einblick in die Elektrotechnik eines so komplexen Gebäudes.

 

Dreimal pro Woche hatten wir am Nachmittag einen Sprachkurs, der nicht nur nützliche Sätze für den Alltag vermittelte, sondern uns auch der Kultur näherbrachte. Wir organisierten eine kleine Führung durch Riga und besuchten ein Museum. Die Einheimischen haben es sehr geschätzt, wenn man versuchte, ein paar Wörter Lettisch zu sprechen.

 

Wir wohnten in einer sauberen und modernen Studentenunterkunft, die uns positiv überraschte. Jeder von uns hatte ein eigenes kleines Zimmer mit einem privaten Bad und einer Dusche, was uns eine angenehme Privatsphäre bot. Ein großer Vorteil waren die Gemeinschaftsküchen auf jedem Stockwerk, die als Treffpunkt für uns und die anderen Praktikanten dienten. Hier haben wir zusammen gekocht, uns über unsere Erlebnisse ausgetauscht und unsere Abende verbracht. Die Unterkunft war zentral gelegen und gut angebunden, sodass wir unsere Praktikumsplätze und die Innenstadt problemlos erreichen konnten.

 

Auch abseits der Arbeit gab es viel zu erleben. Wir erkundeten gemeinsam die wunderschöne Altstadt, besuchten verschiedene Museen und nutzten unsere Freizeit, um die Stadt und ihre Umgebung besser kennenzulernen. Die Mischung aus Kultur, Gemeinschaft und persönlicher Freiheit machte unsere Zeit in Riga zu einem unvergesslichen Erlebnis.

 

Schwierigkeiten gab es keine, aber natürlich gab es Herausforderungen. Victors Arbeitsweg dauerte zum Beispiel 1,5 Stunden, was sich jedoch dank der Hilfsbereitschaft seiner Kollegin durch Mitfahrgelegenheiten lösen ließ. Felix musste sich schnell in die komplexen und spezifischen Abläufe eines großen Hotels einarbeiten. Doch diese Herausforderungen haben uns geholfen, persönlich zu wachsen und eigenständiger zu handeln.

 

Rückblickend war das Auslandspraktikum für uns beide ein voller Erfolg. Victor konnte seine technischen Fähigkeiten als Elektroniker für Geräte und Systeme bei der Reparatur von Elektrogeräten vertiefen. Felix erwarb wertvolle Praxiserfahrung als Elektroniker für Betriebstechnik im anspruchsvollen Umfeld des Kempinski Hotels. Gemeinsam haben wir gelernt, uns an eine neue Umgebung anzupassen, eigenständig Probleme zu lösen und im Team zusammenzuarbeiten. Die Erfahrung in Riga hat uns in unserer persönlichen und beruflichen Entwicklung gestärkt. Wir können ein solches Praktikum jedem Azubi nur wärmstens empfehlen.