Matthias in Italien

Matthias, Ausbildung zum  Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung: 

Von Go.for.eruope habe ich im zweiten Lehrjahr erfahren. Da ich auf 2,5 Jahre meine Ausbildung verkürze, passten die Termine für eine Gruppenentsendung für mich nicht. Doch konnte mir eine Einzelentsendung angeboten werden. Von Anfang an stand für mich Italien als Zielland fest. Trotzdem hatte ich wegen einiger Bedenken noch einige Zeit gebraucht, bis ich mich für die Mobilität entschieden habe. Bei den zwei Vorbereitungstreffen vor der Mobilität wurden neben dem Ablauf auch meine letzten Unsicherheiten geklärt, und so stieg ich am Tag meiner Anreise voller Vorfreude in den Zug.
Meine Anreise verlief problemlos und am Abend wurde ich von meiner Gastgeberin in Brescia in Empfang genommen. Trotz sprachlicher Hürden klappte die Verständigung mit Händen, Füßen und Google-Tanslate. Sie zeigte mir meine Unterkunft in ihrer sehr schönen und geräumigen Wohnung, nur 10 Minuten von der malerischen Altstadt entfernt.
Mein Praktikum habe ich bei einer kleinen, ebenfalls nur 10 Gehminuten von meiner Wohnung entfernten Webagentur absolviert. Das kleine Team hat mich sehr herzlich, fast schon begeistert aufgenommen. Meine Aufgabe bestand in der Anpassung und Wartung von Webapplikationen. Dazu musste ich mich erst einmal in PHP einarbeiten, da ich bisher keine Erfahrung in dieser Skriptsprache gesammelt hatte. Zu meiner eigenen Überraschung kam ich sehr schnell mit PHP und den mir zugetragenen Aufgaben zurecht. Schon bald wurden mir auch größere Projekte – wie z.B. die Migration einer Webanwendung von PHP 5 auf PHP 7 – anvertraut. Dank meiner sehr liebenswerten und amüsanten Kolleg*innen (und natürlich üppigen Mengen von Espresso) verging meine Arbeitszeit täglich wie im Flug.
Zweimal pro Woche ging es dann nach der Arbeit zu einem Italienisch Sprachkurs. Dort lernte ich nützliche Phrasen für den Alltag, etwas Grammatik, vor allem aber deutlich nützlichere Dinge als man sie durch Duolingo erlernt (Ich sage nur: „Ich brauche einen roten Rucksack“). Dank dem Sprachkurs konnte ich auch meine Gastgeberin immer besser verstehen, auch wenn diese bei Verständigungsproblemen gerne scherzte, dass der Sprachkurs wohl noch keine Früchte zeige.
An den Abenden und Wochenenden erkundete ich Brescia und die Umgebung. Ich unternahm Ausflüge nach Bergamo, Venedig, Mailand und an den Gardasee. Bei Veranstaltungen des Erasmus Student Networks Brescia und bei Besuchen des Kneipenviertels Carmine lernte ich – italienische wie internationale – Gleichaltrige kennen. Dabei formte sich eine kleine Gruppe aus Erasmusstudierenden, mit der ich einige Abende verbrachte und einen Ausflug nach Mailand unternahm.

Und kaum hatte ich dort Kontakte geknüpft, Lieblingscafé und Bar gefunden und mich so richtig schön eingelebt, waren die 4 Wochen auch schon wieder rum und ich musste wehmütig, aber um viele unvergessliche Erfahrungen reicher, Abschied nehmen. [/trx_dropcaps]

Im Nachhinein bin ich sehr froh über meine Entscheidung und möchte alle ermutigen sich auf eine solche Erfahrung einzulassen. Wenn man den Mut aufbringt seine eigene Komfortzone zu verlassen kann man viel über sich selbst lernen. Zum Beispiel, dass man oft man mehr kann, als man sich zutraut. Die sehr umfangreiche Vorbereitung auf die Mobilität, die komplette Koordinierung der Mobilität mit der Partnerorganisation vor Ort und natürlich die Betreuung während der Mobilität durch Go.for.europe war mir eine wichtige Unterstützung!