“So viele Erfahrungen wie möglich in der „neuen Arbeitswelt“ sammeln und die neuen Eindrücke von der Insel Malta und deren Kultur nie vergessen.” Wir sind zusammen in einer 5er Gruppe nach Malta gereist; eine bunte Gruppe, die sich davor nicht untereinander kannte. Der erste Tag war direkt sehr abenteuerlich für uns, da es geregnet hat. Das stellt ja eigentlich kein großes Problem dar, aber auf Malta war das ein großes Problem, welches uns über die vier Wochen immer wieder begleitet hat. Auf Malta gibt es keine Kanalisation wie wir es in Deutschland gewohnt sind. Sobald es hier regnet sammelt sich das ganze Wasser auf den Straßen und Gehwegen, daher wurde es zumindest für mich fast zur Normalität, täglich mit nassen Schuhen unterwegs zu sein. Das ist eine Erinnerung die ich so schnell nicht vergessen wurde. Abseits der vielen Regentage, hat das Zusammenleben in der Gruppe sehr gut geklappt! Wir waren zusammen in einem Apartment untergebracht, haben zusammen gekocht, zusammen gelacht und uns alle aneinander gewöhnt… ein richtiges WG Leben.Alleine die Erfahrung auf einmal mit vier fremden Personen zusammen zu wohnen, aufeinander Rücksicht nehmen, sich aneinander anpassen und einfach eine gute Zeit zusammen zu haben, war eine unglaubliche Erfahrung für mich! In der ersten Woche hatten wir einen Sprachkurs in Englisch. Dieser war für mich hilfreich, weil ich dadurch meine Englisch- Kenntnisse auffrischen konnte und sicherer darin geworden bin, mit fremden Personen auf Englisch zu kommunizieren. Das war auch notwendig, denn in meinem Praktikumsbetrieb musste ich mich mit den neuen Arbeitskollegen den ganzen Tag auf Englisch unterhalten. Die erste Woche meines Auslandspraktikums war nun schon vorbei, jetzt ging es an das Arbeiten im Praktikumsbetrieb. Mein Praktikumsbetrieb war eine Autovermietung, dort wurde ich unglaublich herzlich aufgenommen und konnte mein Englisch von Tag zu Tag verbessern. Zu meinen Aufgaben in den drei Wochen gehörten Telefonate annehmen und den Kunden Auskunft über den Ablauf der Vermietung von Fahrzeugen geben und Termine für Vermietungen zu vereinbaren. Diese Termine musste ich dann auch in die Monatsplanung, der zu vermietenden Fahrzeuge eintragen. Außerdem durfte ich nach einer guten Einweisung auch die Kunden vor Ort betreuen, habe die Leihformulare mit den Kunden eigenständig ausfüllen dürfen und musste dazu die Personalien wie z.B. Führerscheindaten und Fahrzeugdaten notieren. Eine weitere Aufgabe bei der ich mithelfen durfte, war die tägliche Kontrolle der eingehenden Strafzettel. Diese werden immer tagesaktuell von den Behörden vor Ort an die Autovermietung gesendet. Meine Aufgabe war dann die Kontrolle der Strafzettel und diese den Mieter zuzuordnen und zur Zahlung weiterzuleiten. Insgesamt habe ich die Malteser als ein unglaublich gastfreundliches und hilfsbereites Volk wahrgenommen.
Auch abseits der Arbeit, bei meinen Erkundungen der Insel wurde mir immer freundlich weitergeholfen. Das hat mir auch die Sicherheit gegeben, mich selbstbewusst und selbstständig auf der Insel fortzubewegen. Die Inselerkundungen waren immer in meiner Freizeit, also nach der Arbeit und an den Wochenenden möglich. Bei meinen Ausflügen in viele verschiedene Städte der Insel, haben mir die typisch bunten Balkone an den honigfarbenen Sandsteinhäusern so gut gefallen, dass ich mich ein wenig in die kleine, europäische Mittelmeerinsel verliebt habe. Außerdem hat mich die Menge der Kirchen und Kathedralen auf der Insel beeindruckt, vor allem weil diese unglaublich schön und prunkvoll sind. Ich kann mir gut vorstellen die Insel, auch wegen ihren tollen Klippen und Buchten, im Sommer einmal privat zu besuchen.
Mein persönliches Fazit:
Mein Ziel war es, so viele Eindrücke wie möglich von der Insel, der unglaublichen Landschaft, den Einheimischen und deren Kultur mitzunehmen. Das habe ich auch geschafft! Und bin dankbar dafür, dass mich mein Ausbildungsbetrieb in Deutschland hat diese Erfahrung machen lassen und ich so viele tolle Momente für mich sammeln konnte und gleichzeitig mein Englisch um einiges verbessern konnte. Ich kann jedem ans Herz legen, die Möglichkeit eines Auslandspraktikums für sich zu nutzen und dabei keine Angst vor einer Fremdsprache zu haben! Natürlich sollte man dafür offen gegenüber einer ungewohnten Arbeitsweise, neuen Kultur und dem Zusammenleben mit fremden Personen sein, aber dann steht dem Auslandspraktikum nichts mehr entgegen! ![]() Leonie auf Malta |
19. May 2023
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