Erfahrungsberichte
13. July 2022
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Name: Jakob
Ausbildungsberuf: Industriemechaniker
Praktikumsort: Malta
Mein Auslandspraktikum auf Malta hat mit zwei digitalen Vorbereitungstreffen angefangen. Die Treffen dienten dazu die anderen Teilnehmer kennenzulernen und wir bekamen Informationen über unseren Praktikumsbetrieb, Unterkunft, Anreise und Abreise.
Vor dem Abflug haben wir uns alle am Flughafen Frankfurt/Main getroffen und waren schon sehr gespannt darauf, was auf uns zukommen würde. Gelandet in Malta haben uns Praktikanten von der Partnerorganisation getroffen und uns zu unseren Unterkünften gebracht. In den Unterkünften mussten wir uns selbst versorgen, was die Selbständigkeit förderte.
Nach einem erholsamen Schlaf ging es am nächsten Morgen direkt zur Sprachschule in der wir in verschiedenen Klassen aufgeteilt wurden, anhand unseres Sprachniveaus. Nach der Schule haben wir die Zeit genutzt und die Insel erkundet z.B. waren wir auf Gozo und Comino.
Dienstag- und Donnerstagabend haben wir damit verbracht ins Englishcafé zu gehen. Dort treffen sich Leute aus der ganzen Welt um Englisch zu sprechen und neue Freundschaften zu schließen.
In der zweiten Woche startete auch schon unser Praktikum. Ich war in einer Bootswerkstatt tätig, in der wir Boote repariert und gewartet haben. Wir haben Stahlseile von Segelträgern demontiert und diese durch neue ersetzt. Hierbei wurde mir die Presstechnik beigebracht. Den Motor eines Bootes mussten wir instandsetzen, weil dieser nicht funktionierte, und das Öl im Getriebe ausgewechselt. Desweitern habe ich gelernt Schlauchboote zu flicken. Wenn unser Chef keine Aufträge hatte, waren wir auf seinem Segelboot und haben den Boden geschliffen und die Kabine neu gestrichen. Wurde es mal zu heiß, bin ich ins Meer gesprungen, um mich abzukühlen.
Das kommunizieren mit meinem Chef war in den ersten Tagen etwas schwer, weil ich nicht alle Fachbegriffe wusste, denn ich hatte zuvor nichts mit Booten zu tun. Nach einigen Tagen war das dann kein Problem mehr. Im Praktikum habe ich vor allem gelernt kreativ zu sein, weil nur das zur Verfügung stand, was auf dem Boot vorhanden war.
In meiner Freizeit habe ich mir die Sehenswürdigkeiten Maltas angeschaut. Weil Malta so ein kleiner Staat ist, kann man in kurzer Zeit sehr viel erkunden. Desweiteren war ich an sehr vielen schönen Stränden zum Sonnen und Baden.
Durch den Aufenthalt auf Malta hat sich mein Englisch sehr verbessert, weil man sich mit jedem nur auf Englisch unterhält. Es gibt sehr viele Sprachschüler auf Malta, die sehr offen sind. Dadurch war es leicht neue Leute kennenzulernen.
Ich habe gelernt mich in einem fremden Land einzuleben, mit einer anderen Sprache und Kultur. Und ich habe gelernt, wie man durch Kreativität das Ziel erreichen kann. Seit diesem Aufenthalt sehe ich viele Dinge mit anderen Augen. Ich habe viele neue Leute und Traditionen kennengelernt und Erfahrungen fürs Leben gesammelt!