Niclas in Dublin

Niclas in Dublin

Ich habe mich in Dublin auf der beruflichen als auch auf der sozialen Ebene weiterentwickelt.

Name: Niclas
Ausbildung: Best-RMG Reisen Management AG
Auslandspraktikum in: Dublin, Irland

Los ging es am 31.03. am Frankfurter Airport, wo unsere Erfahrung startete. Angekommen hat unser Fahrer schon auf uns gewartet, um uns in unser neues Zuhause für die folgenden 4 Wochen zu fahren. Unsere Gastfamilie war sehr freundlich und man hat sich schnell wohlgefühlt.

Das erste Highlight war die Busfahrt durch das stark befahrene und teilweise enge Dublin, in einem Doppeldecker-Bus. Ohne die Hilfe von Google-Maps wäre die Fahrt etwas schwieriger geworden, denn die Haltestellen haben entweder Nummern oder einen irischen Namen (Gälisch). In der Atlantic Business School angekommen, traf auch schon unser Englisch-Lehrer ein, welcher uns in der Woche beibrachte, wie man sicherer und lockerer mit dem Fremdsprachenthema im Alltag umgehen kann. Sein Motto war „learning by doing“. Rückblickend hat mir die Woche in der Sprachschule im Hinblick auf den täglichen Umgang mit der Sprache sehr weitergeholfen.

 

In der ersten Woche haben wir dann die klassischen Touristen-Attraktionen erlebt, unter anderem hatten wir eine Führung im Guinness Store House, wo wir Einblicke in die Geschichte und die Zubereitung der Brauerei und des Bieres erhalten haben. Wir waren sehr viel zu Fuß unterwegs trotz des oftmals regnerischen und kalten Wetters. Wir liefen zu Sehenswürdigkeiten wie der Temple Bar, der Samuel Beckett Bridge oder auch durch das schöne Trinity College. Dublin ist eine sehr teure Stadt, für den Eintritt von Sehenswürdigkeiten sowie für Essen zahlt man leider mehr als man es von Deutschland gewohnt ist. Einige Museen, z. B. die Dublin City Gallery, können jedoch auch gratis besucht werden.

 

Am ersten Wochenende haben wir eine Ganztages-Bustour zu den Cliffs of Moher, den „Mini Cliffs“ sowie nach Galway gemacht. Trotz des kalten, windigen und trüben Wetters waren die 200m hohen Klippen einfach atemberaubend. Bei einem kurzen Halt in Galway konnten wir durch das Städtchen und über seinen Markt schlendern und uns einen kleinen Einblick von der schönen Hafenstadt machen. Die erste Woche nutzten wir in Summe, um einen guten ersten Eindruck von Irland zu erhalten. Denn ab der zweiten Woche hieß es dann – ab in die Berufswelt und neue Erfahrungen sammeln!

 

Gearbeitet habe ich bei Concorde Travel auf der O’Connell Street, einem etwas kleineren irischen Reiseveranstalter. Meine Arbeitszeiten waren täglich von 10-17 Uhr. In dieser Niederlassung waren wir 5 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (inklusive mir) und ein Boss. Montags in der Arbeit angekommen, wurde ich erst mal herzlich von meinen neuen Kollegen und Kolleginnen begrüßt und ausgefragt, was ich bisher für einen Eindruck von Dublin/Irland habe. Als ich meinen Kollegen das erste Mal mit dem Nachnamen ansprach, hat er mich gefragt für wie alt ich ihn denn halte, denn, in Irland werden -wenn überhaupt- nur ältere Menschen gesiezt. Das Arbeiten in einem anderssprachigen Land kennenzulernen, ist wirklich eine sehr spannende Sache und wird mich für den Rest meines Lebens prägen. Meine Kolleginnen und Kollegen, als auch der Boss, waren alle immer sehr entspannt aufgelegt und gaben mir nebenbei auch Tipps und Insiderwissen über Dublin.

 

Zum Einstieg in unser zweites Wochenende haben wir uns abends in unserer Dubliner Lieblingslocation getroffen. Am nächsten Tag trafen wir uns morgens in der Stadt, um zu brunchen und anschließend zum Rugby-Spiel des Trinity College zu gehen. Am nächsten Tag entschieden wir uns dazu, auf die irische Halbinsel Howth mit dem DART (Dublin Area Rapid Transit ist ein S-Bahn-ähnliches Nahverkehrssystem, welchen es nur in Dublin gibt) zu fahren. Howth ist bekannt für seine Vielzahl an Fischrestaurants sowie für seine Klippen mit Wanderwegen, welche zu wunderschönen Aussichtspunkten führen.

 

Donnerstags traf sich die ganze Gruppe abends in der Stadt mit der BWIHK-Organisatorin, die aus Deutschland angereist war, um zu sehen, wie es bei uns in den Betrieben lief. Das wunderschöne Wetter über Ostern nutzten wir aus, indem wir freitags durch den größten Park Europas, den Phoenix Park, mit dem Fahrrad fuhren. Wie oftmals zuvor haben wir den Abend in der River Bar bei leckerem Essen und einem Fußballspiel ausklingen lassen. Samstags hatten wir eine Tour durch die wunderschönen Wicklow Mountains gebucht. Unsere erste Station war der Glendalough Upper Lake, welcher ein wunderschöner Gletschersee ist und auf 134 m Höhe liegt. Unsere Tour ging durch die Wicklow Mountains in Richtung Kilkenny, einee mittelalterliche Stadt im Südosten Irlands, weiter.

Die Zeit verging wie im Flug, nach gefühlt nur einem Fingerschnipp waren wir schon am letzten Freitag angelangt und es hieß mal wieder – Koffer packen. Ich war hin- und hergerissen, denn zum einen war ich froh, meine ganzen Freunde und Familie wiederzusehen, zum anderen fand ich es schade, wie schnell die 4 Wochen dann doch vorbei waren.

 

Mein persönliches Fazit:

Abschließend kann ich zu meinem Auslandspraktikum sagen, dass ich die Zeit in Dublin wirklich genossen habe, viele neue Dinge gelernt und umgesetzt habe, tolle neue Menschen, zum Teil auch neue Freunde kennengelernt habe und, was vermutlich am wichtigsten ist, ich habe mich dort in der beruflichen als auch in der sozialen Ebene weiterentwickelt. Dies wird mir noch viel in meinem weiteren Leben von Nutzen sein. Ich möchte mich an dieser Stelle noch ein letztes Mal bei meinem Ausbildungsbetrieb bedanken, der mir die Chance für diese Möglichkeit gegeben hat, sowie vielen Dank an Go.for.europe sagen!